“Gemeinsam für Respekt und Sicherheit“ – Ein Kurs zur Verhinderung sexueller Gewalt

Was? Der Kurs “Gemeinsam für Sicherheit“ hat das Ziel, sexuelle Gewalt und Vergewaltigungen zu verhindern. Das wichtigste Prinzip des Kurses ist, die Teilnehmenden zu einem gemeinschaftlichen Engagement für (Respekt und Rücksichtnahme) Sicherheit zu engagieren. Das Konzept enthält Themen wie:

  • Persönliche Grenzen
  • Normen, kulturelle Codes
  • Kommunikation
  • Verschiedene Formen sexueller Gewalt
  • Gewalt in nahen Relationen
  • Konsequenzen für Opfer und Täter und Sanktionen.

 

Wer? Der Kurs wird für Geflüchtete in den Flüchtlingsunterkünften angeboten und ist in Männer – und Frauengruppen unterteilt.

Warum? Ziel der Gruppensitzungen ist es, sich der eigenen passiven und aktiven Gewalt auseinander zu setzen und eigene Verhaltensweisen zu verändern. In Stavanger (Norwegen) gab es im Jahre 2009 besonders viele Vergewaltigungen im öffentlichen Raum. Deshalb entwickelte Hero diese Idee. Das Konzept wurde 2009 ausgearbeitet und wird seitdem durchgeführt und ständig verbessert. In Folge wurde in Stavanger das «Kontaktforum für die Vorbeugung gegen Vergewaltigung» gegründet, wo u.a. die Stavanger Kommune, Polizei, Einwandererrat, Stadtmission und Hero Norge repräsentiert waren. Dadurch, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Verständnis für die Interpretationen von Gleichstellung, Offenheit und Freiheit in der Mehrheitsgesellschaft entwickeln, werden ihnen bessere Voraussetzungen an die Hand gegeben, um die Grenzen, die durch Gesetze geschaffen sind, zu respektieren.

Wie? Die Methode des Kurses baut auf Theorien der interkulturellen Kommunikation auf, bei der mit Interpretationen von Zeichen, Sprache und Verhalten gearbeitet wird. Die Zielsetzung ist es, den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ein grösseres Verständnis, breitere Perspektiven und mehrere Interpretationsmöglichkeiten an die Hand zu geben und dadurch mehr Handlungsmöglichkeiten zu schaffen. Die Teilnehmer diskutieren verschiedene Situationen und werden herausgefordert zu Grauzonen und zu konkreten Übergriffssituationen Stellung zu beziehen. Die Teilnehmer werden dabei in Situationen als potentielle Zeugen eingebunden. Zur Frage was Gewalt bedeutet und wie sich diese anfühlt werden genauso sensibel aufgegriffen wie die Themenbereiche posttraumatische Belastungsstörungen, Gewalt gegen Kinder und gegen Frauen. Gewalt in der deutschen Gesellschaft und die strafrechtlichen Auswirkungen sowie familienrechtliche Grundlagen werden ebenfalls thematisiert.

Wir bieten den Kurs bundesweit für Kommunen und Betreiber von Flüchtlingsunterkünften an:

Bitte kontaktieren Sie die Ansprechpartnerin: Eva Maria Gärtner, 0176-23460024,

E-Mail: eva.maria.gaertner@heroeurope.com

 

Pressespiegel:

BBC World Video www.bbc.co.uk/programmes/p03xjqnh

http://sammenforsikkerhet.com/english.html

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