Eid Mubarak! Wie wir das Ende des Ramadans feiern

Am Nachmittag des 31. März 2025 versammelten sich Bewohner*innen, Kinder, Vertreter*innen des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten, Kooperationspartner*innen und Ehrenamtliche in der Gemeinschaftsunterkunft Straßburger Straße, um gemeinsam das Ende des Fastenmonats Ramadan zu feiern.

Bereits seit den Morgenstunden herrschte in den Gemeinschaftsküchen geschäftiges Treiben. Bewohner*innen verbrachten stundenlang damit, köstliche Gerichte, duftende Kuchen und feines Gebäck für das Fest zuzubereiten. Der verführerische Duft erfüllte das gesamte Haus, und schon am Vormittag lief einem das Wasser im Mund zusammen. Am Nachmittag zogen sich die Familien festlich an, schmückten sich mit Schmuck und schönen Gewändern – bereit für einen besonderen Tag.

Die Kinderbude verwandelte sich in einen festlichen Saal mit bunten Dekorationen, langen Tafeln und zahlreichen Sitzplätzen. Ein großes Buffet wurde liebevoll angerichtet, Getränke standen bereit, und um 15 Uhr erklang feierliche Musik – das Fest konnte beginnen!

Die Kinder, die den ganzen Nachmittag vor Aufregung kaum stillhalten konnten, stürmten als Erste in den geschmückten Raum und staunten über das reich gedeckte Buffet und die Schüsseln voller Süßigkeiten. Dann folgten ihre Eltern und Gäste. Besonders schön war, dass alle, die die Unterkunft mit ihrer Unterstützung bereichern – ob in der Hausaufgabenhilfe, beim Deutschunterricht, beim Sport und Tanz, bei kreativen Projekten oder Workshops – herzlich eingeladen waren und fröhlich mitfeierten.

Ein Fest der Gemeinschaft

Ob Muslim*innen, Christen oder Menschen ohne religiöse Zugehörigkeit – an diesem Nachmittag waren alle vereint, um gemeinsam zu feiern. Die Musik wurde lauter, die Stimmung ausgelassener. Eltern und Kinder fassten sich an den Händen und tanzten im Kreis, Servietten wurden fröhlich in die Luft gewedelt, es wurde gesungen, gelacht und gejubelt.

Neben dem gemeinsamen Essen gab es viele weitere Highlights: Ehrenamtliche schminkten die Kinder, zauberten kunstvolle Henna-Tattoos oder luden zum kreativen Basteln ein. Ein besonderer Höhepunkt war das Erzähl-Theaterstück Der schläfrige Kamel von Medina, das die Kinder gemeinsam mit den Projektleiter*innen von Our Rights in Action einstudiert hatten. Stolz präsentierten sie ihre Geschichte vor einem begeisterten Publikum, während ihre Eltern fleißig Fotos machten.

Zum Abschluss packten alle mit an, um gemeinsam aufzuräumen. Doch das eigentliche Highlight folgte noch: Jedes Kind erhielt ein Geschenk und eine Tüte mit süßen Leckereien – ein herzliches Dankeschön an die Berliner Tafel, deren großzügige Spenden für strahlende Kinderaugen sorgten.

Die Bedeutung von Ramadan: Großzügigkeit, Gemeinschaft und Frieden

Der Fastenmonat Ramadan ist weit mehr als der Verzicht auf Essen und Trinken. Er erinnert uns daran, achtsam zu sein, unser Herz für andere zu öffnen und an jene zu denken, die weniger haben. Er steht für Großzügigkeit, Mitgefühl und den Wunsch, Frieden und Gutes in die Welt zu tragen.

Auch in unserer Unterkunft möchten wir diese Werte leben: Wir schaffen Räume, in denen sich Menschen begegnen, füreinander da sind und ein Gefühl von Zugehörigkeit erleben. Unser Ziel ist es, dass sich alle – egal welcher Herkunft oder Religion – als Teil dieser interkulturellen Gemeinschaft fühlen.

Möge das diesjährige Eid-Fest ein Zeichen der Verbundenheit gewesen sein – für unsere Bewohner*innen, für die Nachbarschaft und für uns alle.

Hier erfährst Du mehr über die Aktivitäten in unseren weiteren Unterkünften in Deutschland.