Engagiert ins neue Jahr: Das BfE-Auftakttreffen 2025

Ehrenamtskoordinator*innen (EAKs) in Unterkünften für geflüchtete Menschen haben eine anspruchsvolle, vielseitige und wertvolle Aufgabe. Sie analysieren, vernetzen, organisieren, managen – und das oft in einem herausfordernden Umfeld mit ständig neuen Fragestellungen. Da Unterkünfte auf ehrenamtliches Engagement angewiesen sind, spielt ihre Arbeit eine zentrale Rolle bei den Integrationszielen des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten und der gesellschaftlichen Teilhabe der Bewohner*innen. Umso wichtiger ist es, im regelmäßigen Austausch mit Kolleg*innen zu bleiben, Wissen zu teilen und voneinander zu lernen.

Das Beratungsforum Engagement Berlin (BfE) unterstützt EAKs in ihrer täglichen Arbeit mit Fortbildungen, Netzwerktreffen und fachlicher Beratung. Es bietet nicht nur wertvolle Arbeitsmaterialien, Coaching und Informationen, sondern schafft auch Gelegenheiten für Austausch und Inspiration.


Auch HERO sieht diesen kollegialen Austausch als essenziell für die erfolgreiche Arbeit im Freiwilligenmanagement. Ein Blick über den eigenen Tellerrand bringt frische Ideen, neue Perspektiven und innovative Lösungsansätze. Wir ermutigen unsere EAKs, sich aktiv mit anderen Trägern und Organisationen zu vernetzen – nicht nur für die eigene Entwicklung, sondern auch zum Wohle der Bewohner*innen unserer Unterkünfte. Es ist motivierend und stärkend, mit Gleichgesinnten über Herausforderungen zu sprechen und gemeinsam neue Wege zu finden.

Jahresauftakt 2025: Das erste Treffen in der Gemeinschaftsunterkunft Rennbahnstraße
Zum ersten Treffen des Jahres am 13. Februar kamen Ehrenamtskoordinator*innen verschiedener Berliner Unterkünfte der Region Berlin-Nord in der Gemeinschaftsunterkunft Rennbahnstraße in Pankow zusammen. Neben wertvollen fachlichen Inputs stand vor allem der kollegiale Austausch im Mittelpunkt. Besonders für Neueinsteiger*innen ist dieses Netzwerk eine wertvolle Ressource, um sich in den vielseitigen Aufgaben des Berufs zurechtzufinden.


Denn „Ehrenamtskoordinator*in“ beschreibt nur einen Bruchteil der eigentlichen Arbeit. Tatsächlich sind EAKs Projektmanager*innen, Netzwerkaufbauer*innen, Berater*innen, Umfeldmanager*innen und Bedarfsanalyst*innen in einer Person. Neben der Koordination von Freiwilligen umfasst die Arbeit eine große Bandbreite an Aufgaben, die je nach Bundesland, Standort, Einrichtung, Bewohnerschaft und lokalem Netzwerk ganz unterschiedlich ausfallen können. Kein Wunder also, dass immer wieder über eine treffendere Berufsbezeichnung nachgedacht wird.

Themen des ersten Treffens
Beim ersten Treffen 2025 standen vielfältige Themen auf der Agenda:


Finanzierung & Budget – Woher kommen Mittel für Ehrenamtsprojekte? Welche Träger stellen Budgets bereit? Wie lassen sich Spenden rechtskonform annehmen?


Bewohner*innen als Ehrenamtliche gewinnen – Viele Bewohner*innen möchten sich engagieren, z. B. als Dolmetscher*innen, Kinderbetreuer*innen oder durch praktische Hilfe in der Unterkunft. Ein Ehrenamtsvertrag kann dabei helfen, Hürden zu überwinden und ihnen ein wertvolles Zeugnis für zukünftige Bewerbungen zu ermöglichen.


Künstliche Intelligenz im Ehrenamtsmanagement – Wie kann KI dabei helfen, den Arbeitsalltag zu erleichtern? Ob bei der Erstellung von Konzepten, Plakaten oder der Organisation von Veranstaltungen – KI kann zeitsparend und effizient unterstützen.


Kooperationspartner & spannende Projekte – Welche Organisationen und Initiativen bieten gute Zusammenarbeitsmöglichkeiten? Wie können wir noch besser vernetzt arbeiten?


Bürokratische Hürden abbauen – Die Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses ist für Ehrenamtliche oft kompliziert. Wie kann dieser Prozess erleichtert werden?


Kostenlose Materialien für Unterkünfte – Woher bekommt man Deko, pädagogische Materialien oder Alphabetisierungsposter für Gemeinschafts- und Kinderbereiche?


Fortbildungsbedarf für EAKs – Themen wie Gruppenleitung, Projektmanagement, Fundraising, interkulturelle Kommunikation und Asylrecht sind essenziell für die tägliche Arbeit, aber oft gibt es keine passenden Angebote. Wie kann hier mehr Unterstützung geschaffen werden?



Gemeinsam wachsen, gemeinsam gestalten
Das Treffen hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig trägerübergreifende Vernetzung und Wissensaustausch sind. HERO unterstützt diese Zusammenarbeit voll und ganz, denn nur durch starke Netzwerke und kollegiale Solidarität können wir unsere Arbeit stetig verbessern. Wenn wir unser Wissen teilen, Ressourcen bündeln und gemeinsam gestalten, profitieren am Ende alle – insbesondere die Bewohner*innen und die Nachbarschaften, in denen sie leben.

Ein großes Dankeschön an das engagierte Team des BfE für die wertvolle Unterstützung, die inspirierenden Impulse und die Möglichkeit, uns regelmäßig auszutauschen und zu vernetzen!