Fastenbrechen in Berlin-Zehlendorf: Ein Abend in der Unterkunft Am Beelitzhof

Unsere Unterkünfte beherbergen Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern und Kulturen. Jeder Mensch bringt eine eigene Lebens- und Fluchtgeschichte mit – Geschichten, die geprägt sind von Verlust, Mut, Hoffnung und dem Wunsch nach Sicherheit. Trotz aller individuellen Wege verbindet die Bewohner*innen, dass sie aus oftmals schwierigen Umständen fliehen mussten und in Deutschland ein neues Zuhause suchen. Dadurch entsteht in den Einrichtungen eine vielfältige Gemeinschaft, in der unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen.

Für unser Team, die Nachbarschaft und unsere Kooperationspartner*innen ist es eine bereichernde Aufgabe, gemeinsam mit den Bewohner*innen ihre unterschiedlichen Feste und Traditionen zu organisieren und mitzuerleben.

Ramadan: Eine Zeit der Besinnung, Verbundenheit und Dankbarkeit

Der Ramadan ist einer der wichtigsten Monate im Islam. Er dient der inneren Einkehr, der Stärkung des Glaubens, der Solidarität und der Dankbarkeit. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang verzichten Muslim*innen auf Essen und Trinken. Das Fasten soll bewusst machen, was wirklich wichtig ist, Mitgefühl fördern und dabei helfen, sich stärker der eigenen spirituellen Werte zuzuwenden.

Mit dem Sonnenuntergang beginnt das sogenannte Iftar, das Fastenbrechen. Dieser Moment wird traditionell im Kreis von Familie, Freunden sowie der Gemeinschaft begangen. Er symbolisiert nicht nur Erleichterung, sondern auch Dankbarkeit und Zusammenhalt.

Das gemeinsame Fastenbrechen im Beelitzhof

Am Dienstag, den 3. März 2026, fand in der Gemeinschaftsunterkunft Am Beelitzhof im Rahmen des Ramadans ein gemeinsames Fastenbrechen statt. Bewohner*innen aus verschiedenen Kulturen und Religionen kamen zusammen, um diesen besonderen Abend miteinander zu verbringen. Viele brachten selbst zubereitete Speisen mit, sodass ein vielfältiges und ansprechendes Buffet entstand.

Im Veranstaltungsraum deckten die Teilnehmenden gemeinsam den Tisch und legten die zahlreichen Gerichte aus. Typische Iftar-Speisen wie Datteln, Suppen, würzige Reisgerichte, gefüllte Teigtaschen oder süße Nachspeisen waren ebenso vertreten wie individuelle Lieblingsgerichte aus den Herkunftsländern der Bewohner*innen.

Der Abend war geprägt von einer warmen und harmonischen Atmosphäre. Neben allein reisenden Männern nahmen auch Familien mit ihren Kindern teil. Es wurde gemeinsam gegessen, gelacht, erzählt und zugehört. Gleichzeitig bot die Veranstaltung Raum, um über zukünftige Angebote, Aktivitäten und Treffen in der Unterkunft und im Kiez zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Kulturelle Begegnung

Für Menschen, die ihr Herkunftsland in schwieriger Lage verlassen mussten, sind vertraute Bräuche und gemeinschaftliche Rituale besonders wertvoll. Sie stärken das psychische Wohlbefinden, geben ein Gefühl von Heimat und schaffen Chancen für neue Hoffnung, Sicherheit und Zusammengehörigkeit.

Auch für das Team der Unterkunft haben solche Abende eine besondere Bedeutung. Mitarbeitende muslimischen Glaubens erleben ein Stück ihrer eigenen Tradition, während Kolleg*innen, die nicht mit den Bräuchen des Ramadans vertraut sind, Neues lernen und wertvolle Einblicke in unterschiedliche kulturelle Hintergründe erhalten. Solche Erlebnisse schaffen Verständnis, erweitern Perspektiven und fördern den respektvollen Umgang miteinander.

Teilen, Zusammenkommen, Brücken bauen

Der gemeinsame Abend in der GU Am Beelitzhof hat eindrucksvoll gezeigt, wie verbindend echte Begegnungen sein können. Wenn Menschen zusammenkommen, sich austauschen, miteinander essen und ein Stück ihrer Kultur teilen, entstehen Nähe, Verständnis und Vertrauen. Das gemeinsame Erleben baut Vorurteile ab und öffnet Räume für Dialog und Miteinander.

Solche Momente zeigen, dass uns mehr verbindet als trennt. Sie schaffen Brücken zwischen Kulturen, stärken das Gemeinschaftsgefühl und fördern eine Atmosphäre der Offenheit und Dankbarkeit. Veranstaltungen wie diese sind ein wertvoller Beitrag dazu, dass aus einer Unterkunft ein lebendiger Ort des Zusammenhalts wird.

Hier erfährst Du mehr über unsere Einrichtungen in Deutschland.