Grenzenlos lernen: Sozialarbeit im internationalen Austausch

Seit vielen Jahren verbindet HERO eine enge Partnerschaft mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB). Gemeinsam ermöglichen wir angehenden Sozialarbeiter*innen praxisnahe Einblicke in die Arbeit mit geflüchteten Menschen – dort, wo Integration, Teilhabe und Menschlichkeit jeden Tag gelebt werden.

Im Rahmen eines fachwissenschaftlichen Workshops besuchen Studierende regelmäßig Gemeinschaftsunterkünfte, die von HERO betrieben werden, um Einblicke in die Praxis zu erhalten und mit unseren Sozialarbeiter*innen über Herausforderungen, Chancen und Dynamiken im Bereich Flucht und Migration ins Gespräch zu kommen. Besonders schön: Die Rückfragen, Impulse und Perspektiven der Studierenden bereichern auch uns und geben Denkanstöße – ein echter Dialog auf Augenhöhe, der inspiriert.

Seit 2024 ist auch das Sapir Academic College in Israel Teil dieses Austauschs. Im Rahmen des gemeinsamen Kurses „Aspects of Social Work in Israel and Germany“ – ein Baustein der Internationalisierungsstrategie der KHSB – kommen jährlich Studierende aus Israel nach Berlin. Gefördert wird das Projekt durch den DAAD. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem Immigration, Jugendarbeit und jüdisches Leben in Deutschland.

In der Woche vom 19. Mai 2025 waren zehn Studierende des Sapir College für fünf Tage zu Gast in Berlin. Nach intensiven Theorieeinheiten am Vormittag stand an den Nachmittagen der Blick in die Praxis im Mittelpunkt – unter anderem in der Gemeinschaftsunterkunft Straßburger Straße. Das Team vor Ort freute sich sehr, Einblicke geben und Teil des lebendigen Austauschs sein zu dürfen.

Um den Studierenden einen ersten Eindruck vom Alltag in einer Berliner Gemeinschaftsunterkunft zu vermitteln und sie für den anschließenden Austausch zu inspirieren, wurde zu Beginn ein kurzer Rundgang durch ausgewählte Gemeinschaftsbereiche angeboten – darunter der Gemeinschaftsraum, den Kinderraum, das Sozialbüro und der Innenhof. Dabei war allen Beteiligten bewusst, wie wichtig der Schutz der Privatsphäre der Bewohner*innen ist – persönliche Wohnräume wurden selbstverständlich nicht betreten. Im Anschluss kamen Studierende, Professorinnen, stv. Einrichtungsleitung, Sozialarbeiter und Ehrenamtskoordinatorin zu einem angeregten Austausch zusammen. Die Fragen der Studierenden reichten von Herausforderungen im Arbeitsfeld über das Asylrecht bis hin zu Integrationsmaßnahmen, ehrenamtlichem Engagement und der Wohnsituation geflüchteter Menschen in Berlin.

Zum Abschluss wurde mit einem Augenzwinkern betont, wie wichtig engagierter Nachwuchs im Bereich der Sozialarbeit ist – und dass motivierte Fachkräfte derzeit mehr denn je gebraucht werden. HERO freut sich jederzeit über interessierte Bewerbungen und darauf, junge Menschen für dieses vielseitige und sinnstiftende Arbeitsfeld zu gewinnen.

Als Betreiber von Unterkünften für geflüchtete Menschen ist es uns ein großes Anliegen, Nachwuchskräften soziale Berufe näherzubringen und internationale Perspektiven in unsere Arbeit einzubinden. Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr wieder zum Kurs beitragen durften – und darauf, bald neue Studierende bei uns willkommen zu heißen.

Denn eines ist klar: Soziale Arbeit braucht Austausch, Offenheit und den Mut, Fragen zu stellen. Wer sich für dieses Berufsfeld entscheidet, bringt im besten Fall nicht nur Fachwissen mit, sondern auch echtes Interesse an den Lebensrealitäten anderer Menschen. Der Blick auf unterschiedliche soziale Systeme – wie er durch internationale Begegnungen möglich wird – schafft neue Perspektiven, regt zum Nachdenken an und bereichert die Praxis. All das ist unverzichtbar – genauso wie das Engagement der nächsten Generation.

Hier erfährst Du mehr über die Aktivitäten in unseren weiteren Unterkünften in Deutschland.Hast Du Freude an der Arbeit mit Menschen, bringst Energie und Motivation mit und suchst eine Tätigkeit, die wirklich etwas bewegt? Dann werde Teil der HERO-Familie! bewerbungen@heroeurope.com