Traumasensible Haltung in der Arbeit mit geflüchteten Menschen
Täglich arbeiten wir mit Menschen, die aufgrund ihrer Flucht oder der Herausforderung, sich in einem neuen kulturellen Umfeld in Deutschland zurechtzufinden, traumatische Erlebnisse hatten. Es ist von größter Bedeutung, dass die Mitarbeitenden einer Gemeinschaftsunterkunft verstehen, welche Auswirkungen solche Traumata auf das individuelle Leben haben. Bereits der Alltag kann eine große Herausforderung darstellen, vom Erlernen einer neuen Sprache und Kultur, über die Arbeitssuche bis hin zum Fußfassen in einer fremden Umgebung.
HERO-Mitarbeiter*innen nehmen diese Verantwortung sehr ernst und möchten mit fundiertem Fachwissen für alle Bewohnerinnen und Bewohner da sein. Im Rahmen der Schulung setzten wir uns intensiv mit den Auswirkungen von Fluchterfahrungen und Traumata auseinander und entwickelten Methoden, um geflüchtete Menschen noch einfühlsamer zu unterstützen und zu begleiten – mit Achtsamkeit, Stabilisierung und Verständnis.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Schulung war der Selbstschutz. Die tägliche Arbeit mit traumatisierten Menschen birgt die Gefahr, dass man selbst leidet und den Stress und die Trauer mit nach Hause nimmt. Daher ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, um den beruflichen Alltag nach Feierabend hinter sich zu lassen. Dies ist von essenzieller Bedeutung für die eigene Gesundheit und die Zufriedenheit im Beruf.
HERO misst diesen Themen große Bedeutung bei. Nur durch Verständnis und die notwendige Unterstützung können wir unsere Arbeit professionell ausführen. Ein großes Dankeschön gilt Care Deutschland e.V., Aktion Deutschland Hilft sowie der Referentin Henrike für den bereichernden Austausch.
Bildnachweis: ©CARE_Emad EtteHier erfährst du mehr über Schulungen und Fortbildungen bei HERO.